Weitere Fälle: Wozu die Kenntnis der klassischen Dichtung gut sein kann...

INTERVIEW

 

DIE ZEIT: Prägt auch Ihr literarisches Wissen Ihren Alltag im Wissenschaftsmanagement?

 

Alt: Als ich Universitätspräsident wurde, sagte mir ein Kollege, ich sei bestvorbereitet ins Amt gekommen: Wer, wie ich, über Schiller und Kafka forscht, habe doch alles gesehen, was in der Welt der Macht und der sozialen Ordnungen möglich ist. Fiktion und Machtalltag sind natürlich unterschiedlich. Inzwischen aber glaube ich daran, dass die Literatur mich sehr gut geschult hat.

 

Strohschneider: Literatur stellt in der Tat einen Wissensfundus bereit, den eine politikwissenschaftliche oder soziologische Machttheorie nicht so leicht erreichen kann.

 

 

Ausschnitt aus dem Interview DIE ZEIT vom 26.4.2018 über die Sprache in der Wissenschaftspolitik.

 

Prof. Dr. Peter-André Alt: Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (seit 2018) und seit 2010 Präsident der Freien Universität Berlin.

 

Prof. Dr. Peter Strohschneider: Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).