Programm 2013

(in zeitlich absteigender Übersicht)

Technik, Medien und Goethe: Die Medialisierung der Arbeit in Goethes Wilhelm Meisters Wanderjahren

am Donnerstag, 14. November 2013, 19 Uhr

 

Ort: TECHNOSEUM, Museumsstraße 1, 68165 Mannheim

 

Referent: Prof. Dr. Jochen Hörisch, Universität Mannheim

 

Eintritt frei.

Zum 200. Geburtstag Georg Büchners: Bettina Franke liest "Lenz"

 

am Dienstag, 22. Oktober 2013, 19 Uhr

 

im Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim Florian-Waldeck-Saal)

 

Eintritt 7 € / ermäßigt 5 €


 


"LENZ!" von Georg Büchner
Präsentiert von Bettina Franke und Michael Herzer

 


Der Geburtstag des viel zu früh verstorbenen genialen Autors Georg Büchner (1813 – 1837) jährt sich am 17. Oktober 2013 zum 200. Mal. Ein Anlass für die Schauspielerin Bettina Franke und den Kontrabassisten Michael Herzer, sich eingehend mit Büchners berühmter Erzählung "Lenz" zu befassen, die 1839 postum erschienen ist.

 

Büchner beschreibt darin die Reise des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792) durchs Gebirge ins elsässische Dorf Waldbach (tatsächlich das oberelsässische Dorf Waldersbach) und seinen Aufenthalt bei Pfarrer Oberlin. Lenz leidet unter seinem sich verschlechternden Geisteszustand und erhofft sich Hilfe und Trost im Pfarrhaus. Die gewaltigen Natureindrücke beschäftigen ihn ungemein und erhalten daher einen großen Stellenwert in seinem Erleben. Büchner stützt sich in seiner Erzählung auf authentische Texte. Er verarbeitet Briefe von Jakob Michael Reinhold Lenz sowie schriftlich festgehaltene Beobachtungen des evangelischen Pfarrers und Sozialreformers Johann Friedrich Oberlin (1740 – 1826).

 

Franke und Herzer haben "Lenz" in eine Lesefassung gebracht, zu der Michael Herzer eigens eine Musik komponiert hat, die die Wucht der Sprache Büchners in geradezu filmischer Weise unterstützt und hervorhebt. Beide Künstler haben bereits in zwei gemeinsamen erfolgreichen literarisch-musikalischen Programmen zu Johann Peter Hebel und Heinrich von Kleist bewiesen, wie spannend sich Weltliteratur präsentieren lässt. Am 22.Oktober 2013 gibt es in den rem die Möglichkeit, sich erneut davon zu überzeugen.


In Kooperation mit der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar e.V.

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Mannheim.

 

 


Stadtführung: Geist² - Goethe und Schopenhauer in Mannheim

am Sonntag, 22. September 2013 um 11 Uhr.

 

Treffpunkt: Vorderer Ehrenhof des Mannheimer Schlosses

 

Dauer ca. 2 Stunden.

 

Teilnahmebeitrag: 6,- Euro

 

 

Die Führung - organisiert vom das Stadtarchiv Mannheim, Institut für Stadtgeschichte, in Kooperation mit der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar e. V.  - erfolgt durch Dr. Hanspeter Rings, Wissenschaftlicher Stadthistoriker und Mitglied des Vorstands der Goethe-Gesellschaft.



Zwei große Geister weilten im 18./19. Jahrhundert zeitweise in den Quadraten: Goethe und Schopenhauer. Auf ihren Spuren führt der Rundgang durch die Stadt. Goethe besuchte Mannheim zwischen 1769 und 1815 achtmal, und Schopenhauer verbrachte hier 1832/33 rund ein Jahr. Von Goethe wissen wir, dass er u.a. das Schloss besuchte, den Antikensaal, das Nationaltheater oder das Kunsthaus Artaria. In dem noblen Gasthof "Zu den drei Königen" am Markt stieg er ab. Der Dichterfürst stattete aber auch alten Bekannten aus Weimar in der Quadratestadt einen Besuch ab, u.a. Freifrau von Seckendorf, mit der als junger Mann ein Techtelmechetel hatte. Gott Eros scheint ihm aber auch im Bretzenheim'schen Palais gewunken zu haben, was ein Gedicht des West-östlichen Divans vermuten lässt.

 

War Goethe bei seinen späteren Besuchen schon eine überregionale Berühmtheit, so Schopenhauer 1832/33 zwar schon Verfasser von "Die Welt als Wille und Vorstellung", doch noch kaum bekannt. Mannheim erprobte er als dauerhaften Aufenthaltsort, entschied sich dann aber für Frankfurt. Wir steuern Schopenhauers Wohndomizil und die "Harmonie" an, wo er verkehrte. Ferner soll seine Philosophie, an der er nachweislich auch in Mannheim arbeitete, skizziert werden, ebenso seine Beziehung zu Goethe, vor allem insofern sie Mannheim tangiert, etwa mit der Farbenlehre oder einer französischen Gesamtausgabe von Goethes Werken.

Mitgliedergespräch

Dienstag, 23. Juli 2013 um 18 Uhr im Museum Schillerhaus, B 5, 7, Mannheim

 

Das Mitgliedergespräch findet in entspannter und historischer Atmosphäre im Mannheimer Museum Schillerhaus statt, bei gutem Wetter im Hof des Schillerhauses.  Getränke (Wasser oder Wein) werden gern gegen eine geringe Spende ausgegeben.

 

Thema: offen. Denn es ist eine Veranstaltung der Mitglieder, die sich austauschen, über ihre spannenden Gedanken beim Lesen ihrer Goethe-Werke oder über zukünftige Aktivitäten, die ihre Goethe-Gesellschaft anpacken soll.

 

Bringen Sie sich ein! 

 

Offen für alle, Mitglieder und auch Interessierte, die die Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar kennen lernen wollen.

 

Exkursion zum Büchner-Haus nach Riedstadt-Goddelau

 

Am Sonntag, 23. Juni 2013 um 11 Uhr treffen sich Mitglieder und Interessenten im Büchner-Haus in Riedstadt-Goddelau, Weidstraße 9

 

Das Geburtshaus Georg Büchners ist der letzte Originalschauplatz in Deutschland, der an das Leben des Dichters, Revolutionärs und Naturwissenschaftlers erinnert.

 

Eintritt: 2,60 pro Person

 

Die Führung erfolgt durch die Leiterin des Hauses, Frau Rotraud Pöllmann.

 

Führungsgebühr wird von der Goethe-Gesellschaft übernommen. Insbesondere Nichtmitglieder werden um eine Spende zugunsten der Goethe-Gesellschaft gebeten.

 

Die Anfahrt zum Büchner-Haus erfolgt individuell:

 

Mitfahrgelegenheiten können im Einzelfall vom Vorstand vermittelt werden, bitte wenden Sie sich an info@goethe-mannheim.de oder telefonisch an 0173 350 71 76.


Mit der Bahn:

RMV Bahnlinie 70 und S 7

Riedbahn (Frankfurt-Mannheim)

Bahnhof: Riedstadt-Goddelau

Zu Fuß vom Bahnhof: In die Bahnhofstraße, am Rathaus vorbei in die Hospitalstraße, dann links in die Weidstraße (vgl. Ortsplan Goddelau).

 

Mit dem Auto:

 

Möglichst die Bundesstraße 44 (insbesondere um Stockstadt und Gernsheim) meiden, da dort zum Teil Totalsperrung. Man kann allerdings der Umleitung nachfahren.

Besser: Autobahn 67 nutzen, Abfahrt Darmstadter Kreuz/Griesheim nehmen und von dort nach Riedstadt-Goddelau (ist zwar etwas länger, dafür ohne zeitraubende Umleitungen).

 

 

Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit, in der nächsten Umgebung noch eine Kleinigkeit zu essen, oder, wer mag, auch im idyllischen Außenbereich des Büchnerhauses etwas Mitgebrachtes zu verzehren. In der Nähe gibt es ein Bistro am Gesundheitszentrum „Il momento“ mit hübschem Biergarten an der Straße (Freiherr-vom-Stein-Straße 9). Ein Eiscafé mit Kuchenangebot befindet sich in der Nähe und zentral am Rathaus (auf dem Platz vor dem Café kann man gleichfalls draußen sitzen).

 

Ergänzende und vertiefende Informationen finden Sie auf der Homepage des Büchner-Hauses:

 

 

 

Nun noch weiterere Hinweise:


Am 21. Juli 2013, 18 Uhr findet im Vortragssaal (Kunstgalerie) des Büchnerhauses  ein Vortrag statt von Frau Prof. Dr. Ariane Martin, Universität Mainz, zum Thema: Büchners Goethe

Eintritt: 7.- Euro (zugunsten des Büchnerhauses)

 

Ansonsten weisen wir auf unsere gemeinsame Veranstaltung von rem und der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar hin:

 

22. Oktober 2013, 19 Uhr  Literatur im Museum Schillerhaus B 5, 7

Zum 200. Geburtstag von Georg Büchner: Bettina Franke liest „Lenz“! Musikalische Begleitung: Michael Herzer, Kontrabass. Eintritt: 7.– und 5.– Euro

 


 Ab dem 13. Oktober 2013 zeigt die Mathildenhöhe in Darmstadt eine Landesausstellung über Büchner mit dem Titel "Revolutionär mit
Feder und Skalpell". Mehr dazu auf den Seiten der Mathildenhöhe.

 

 

Mitgliederversammlung mit Auftritt von Michael Timmermann

 

Dienstag, 11. Juni 2013 um 18 Uhr im Museum Bassermannhaus der Reiss-Engelhorn-Museen, in C 4, 9 in Mannheim.


Im Anschluss – um 19 Uhr - daran gibt es:  „Goethe und ich“ - Michael Timmermann liest und spricht zu seinen Erfahrungen mit Goethe

Der in Mannheim allseits beliebte Schauspieler MichaelTimmermann, ehemals Nationaltheater Mannheim, folgt mit diesem Abend dem Anliegen der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar, ihre Mitglieder und Gäste mit Goethe'schen Originaltexten bekannt zu machen. Timmermann beginnt den Abend mit Goethes umfangreichem Gedicht "Das Tagebuch" aus dem Jahr 1810, das der Dichter wegen seines freizügig-lebensnahen Inhalts zu seinen Lebzeiten zwar immer wieder gerne im engen Freundeskreis vorzulesen, nicht aber zu veröffentlichen wagte. Das Gedicht zählt daher zu den weniger bekannten, aber kostbar sinnlich-menschlichenTexten Goethes.

 

Danach erzählt Michael Timmermann von seiner Erfahrung im Umgang mit dem Goethe'schen Werk. Den krönenden Abschluss bildet seine Interpretation von Goethes "Der Zauberlehrling". Man darf sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen.

 

Zeit: 19 Uhr

Zuvor, um 18 Uhr beginnt die Mitgliederversammlung, zu der auch Gäste willkommen sind.

Die Enkel Goethes? Die deutsche Klassik und die Arbeiterbewegung.

Mittwoch, 17.4.2013 18 Uhr im TECHNOSEUM, Auditorium
Museumsstraße 1, 68165 Mannheim

 

Eintritt frei.

 

Vortrag in Kooperation mit dem TECHNOSEUM

 

Angesichts des äußerst ambivalenten Arbeiterbildes, das Goethe in seinen Werken zeichnet, scheint es auf den ersten Blick ein wenig erfolgversprechendes Unternehmen zu sein, Berührungspunkte zwischen Goethe und der europäischen Arbeiterbewegung identifizieren zu wollen. Umso mehr überrascht es daher, dass Goethes Werke zum festen Bestandteil des Kanons der Arbeiterbildung wurden. Die Literaturwissenschaftlerin Iuditha Balint geht in ihrem Vortrag dieser scheinbaren Paradoxie nach und beleuchtet dabei die Methoden und Techniken, derer sich die Arbeiterbewegung bediente, um Goethe – und allgemein die Literatur der deutschen Klassik – als Waffen in ihrem politisch-gesellschaftlichen Kampf einzusetzen.



 

Referentin: Frau Iuditha Balint, M.A., Seminar für Deutsche Philologie, Unversität Mannheim; Mitglied des Vorstands der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar.

Beitrag zum Tag der Stadtgeschichte

Am 16.3.2013 war die Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar mit einem Info-Stand beim Tag der Stadtgeschichte vertreten, den das Stadtarchiv - Institut für Stadtgeschichte der Stadt Mannheim organisiert hatte. Diesjähres Motto und Schwerpunktthema war: "Wie ein kleines Stück Amerika" zur Erinnerung an den Beitrag den US-amerikanische Soldaten und Zivilisten seit 1945 zum städtischen Leben bis zum Truppenabzug und der anstehenden Konversion der entsprechenden Flächen.

 

Die Goethe-Gesellschaft hat ihre Ziele und Tätigkeiten präsentiert und gleichzeitig in Gesprächen mit den Besucherinnen und Besuchern aufgezeigt, inwieweit die Vereinigten Staaten von Amerika Einfluss im Werk Goethes gefunden haben und in welcher Weise sich der Dichter mit Amerika beschäftigt hat.

Dr. Jens Bortloff (1. Vorsitzender) empfängt Frau Helen Heberer (MdL), Gemeinderätin und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des baden-württembergischen Landtags und Mitglied der Mannheimer Goethe-Gesellschaft am Stand im Collini-Center.



Liselotte Homering (2. Vorsitzende) gibt interessierten Besucherinnen Auskunft über Ziele und Tätigkeit der Mannheimer Goethe-Gesellschaft



Goethe privat. Einblick in das innige und ganz besondere Verhältnis Goethes zu seiner Lebensgefährtin und späteren Frau

"Denn Du bist mein Liebstes auf der Welt" - Michael Timmermann und Bettina Franke lesen aus dem Briefwechsel zwischen Johann Wolfgang Goethe und Christiane Vulpius

Di 29.01. / 19 Uhr

 

GEÄNDERTER VERANSTALUNGSORT:

 

Wegen der großen Nachfrage verlegt in

C 4, 9 Museum Bassermannhaus

 

Eintritt 7 € / ermäßigt 5 €

Anmeldung bitte unbedingt unter Telefon 0621/293 3150



Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit den rem



2011 hat Michail Krausnick in einem kleinen kommentierten Band anhand der Briefe zwischen Goethe und seiner späteren Frau Christiane Vulpius, dem aktuellen Forschungsstand folgend,  ein neues Bild vom Verhältnis des Dichterfürsten zu der herzenswarmen und trotz ihres ‚unwürdigen‘ Standes genau zu Goethe passenden Frau „an seiner Seite“ gezeichnet. Der unter dem gleichlautenden Titel veröffentlichten Darstellung folgt dieser Abend, der beweist, dass – wie Goethe sich selbst äußerte – Christiane Vulpius „das Beste“ war, „was ihm im Leben passiert ist“.

Dies wurde sowohl von vielen seiner Zeitgenossen, darunter auch von Schiller und seiner Frau, wie auch von der Nachwelt meist anders gesehen. Mit Neid, Verfeindungen und Verleumdungen reagierten viele nach der Verbindung Goethes zu Christiane, seit dem sie sich 1788 kennenlernten. Später, auch noch bis heute, bleiben bei vielen noch Unverständnis oder Ratlosigkeit zu der damals nicht standesgemäßen Verbindung. Goethes Mutter, Elisabeth, stand jedoch stets dazu und mochte Christiane sehr.

Erst 1806 unter dem Einfluss des Krieges und existenzieller Bedrohung heiratete Goethe „sein kleines Naturwesen“, wie er sie liebevoll bezeichnete, nach 18jähriger „wilder Ehe“. Nicht erst zu dieser Zeit, auch zuvor war Christiane für Goethe eine echte Partnerin, da sie sich vor allem um die Verwaltung des großen Haushalts kümmerte, der mit Hausangestellten, Vorratswirtschaft und einer akribischer Buchhaltung nicht unbedeutend war, und so Goethe den Rücken für seine künstlerische und wissenschaftliche Tätigkeit freihielt.

Wer bei der Lesung aus einzelnen der 354 Briefe Goethes und 247 Christianes teilnimmt, hat darüber hinaus die seltene Gelegenheit zu erkennen, wie Goethe sich privat ausdrückte und wie sehr die Sprache, die er in seinen Werken verwendete, hohe Kunst ist.

Die Vortragenden sind die bekannten Schauspieler und Rezitatoren Bettina Franke und Micheal Timmermann, letzterer langjähriger Schauspieler am Mannheimer Nationaltheater.

 

 

 



 

 



Michael Timmermann wurde 1934 in Ulm geboren. Seine Eltern waren beide Schauspieler und Ensemblemitglieder des Nationaltheaters Mannheim der ersten Stunde nach 1945  in der Schauburg. Sein Weg führte ihn von der Schauspielschule in München über Bonn und Oldenburg nach Mannheim an das Nationaltheater. Dort war er 37 Jahre lang, bis zum Jahr 2000, Schauspieler im Ensemble. Seither arbeitet Timmermann als freier Regisseur und Schauspieler.  



Zu Bettina Franke siehe den informativen Beitrag in Wikipedia: