2017

Montag, 31. Januar 2017, 19 Uhr

 

Christiane Goethe, geb. Vulpius

 

Vortrag von Dr. Udo Bieller, Mannheim

 

Ort: Museum Schillerhaus, B 5,7, Mannheim

Eintritt 7 Euro, ermäßigt: 5 Euro (für Mitglieder)

Anmeldung: Wegen beschränkter Platzkapazität wird dringend um Voranmeldung unter Telefon 0621 / 239-3150 gebeten.

 

Goethe und Christiane Vulpius lernen sich 1788 kennen und leben fortan zunächst 18 Jahre in „wilder Ehe“, damals ein Skandal, der viel Missgunst hervorrief, unter anderen auch seitens Familie Schiller.  Erst unter dem Eindruck direkter Kriegsereignisse heiratet Goethe sie 1806. Für ihn war sie eine echte Partnerin fürs Leben. Dies erkannte als eine der ersten seine Mutter Elisabeth, als sie in einem Brief an ihren Sohn schrieb: „Du kannst Gott dancken! So ein Liebes, herrliches, unverdorbenes Gottes Geschöpf findet mann sehr selten…“  Allen Anfeindungen zum Trotz (z. B. „geistige Null“)  hielt Goethe an seiner Frau fest und verehrte sie. Erst hundert Jahre nach ihrem Tod, 1916, wurde der Briefwechsel zwischen Goethe und seiner Frau veröffentlicht. Welche Rolle hat die Frau Goethes gespielt? Wie war das Zusammenleben mit der berühmten Dichterpersönlichkeit? Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Referent in seinem Vortrag.

Einladung Vortrag Christiane Vulpius
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Donnerstag, 6. April 2017, 18 Uhr

Mitgliederversammlung

 

Ort: TECHNOSEUM, Museumsstraße 1, 68165 Mannheim

 

ANSCHLIESSEND:

Donnerstag, 6. April 2017, 19 Uhr

"Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist"

 

Dr. Stefan Bollmann, München

 

Vortrag des Autors des gleichnamigen Buches und SPIEGEL-Bestsellers

(mehr Informationen zum Buch s.u. )

 

Ort: TECHNOSEUM, Museumsstraße 1, 68165 Mannheim

Auditorium

 

Eintritt frei.

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"Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist"

Goethe für fast alle Lebenslagen

 

Seit Loriot wissen wir, dass ein Leben ohne Mops sinnlos ist. Aber ohne Goethe? Das kommt ganz auf unser Bild von Goethe an, so der Tenor dieser so charmanten wie leichtfüßigen Besichtigung von Goethes Leben. Stefan Bollmann zeigt uns Deutschlands größten Dichter, wie wir ihn noch nicht kannten: mehr Zeitgenosse als Klassiker, nicht Meister, sondern Befreier. Sein Buch ist eine spielerische und äußerst lebenspraktische Initiation in die Gedankenwelt Goethes und viele seiner Werke – und eine Ermutigung dazu, dem Pfad der eigenen Kreativität zu folgen.

Mehr über das Buch hier

 

»Ein exzellent geschriebenes Buch ... flott und klug geschrieben und bietet einen unverkrampften Einstieg in Goethes Welt.«

Rheinische Post, Christof Wingertszahn (21.06.2016) Prof. Dr. Christof Wingertszahn ist Leiter des Goethe-Museums in Düsseldorf.

Fotos des Vortrags vom 6.4.2017

Dienstag, 16. Mai 2017, 19 Uhr

"...man lässt sich ins Leben hineinziehen."

- Das St. Rochus-Fest zu Bingen und Goethes Religion der Humanität

 

Bebildeter Vortrag von Dr. Jens Bortloff, Mannheim

Auszüge aus dem Text liest Sascha Koal.

 

Das St. Rochus-Fest als Teil der jährlichen St. Rochus-Wallfahrt in Bingen - 1814 war es Gegenstand der gleichnamigen Reisebeschreibung Goethes, und es dürfte das einzige Ereignis im Leben Goethes sein, das heute noch miterlebt werden kann. Der Referent nimmt Sie mit auf den Rochus-Berg in Bingen und zeigt, wie das Fest 1814 und 200 Jahre später im Jahr 2014 begangen wurde. Aber hinter dem Goethe’schen Text  ist viel mehr verborgen als eine bloße Reisebeschreibung. Warum schrieb er diese eigentlich, wenn er zu Lebzeiten einigen als Atheist schien? Welches Verständnis hatte Goethe von Religion, wie war sein Verhältnis zum Christentum, und was bedeutet Goethes Religion der Humanität? Dabei wird deutlich, dass Goethes Religionsverständnis auch für uns heute aktueller denn je ist.

 

Im Anschluss: Verkostung des des Monzinger-Weins, der nach dem Goethe-Text beim Rochus-Fest im Ausschank war und des Rochusberg-Weins (mit Erläuterungen von Manfred Klenk).

 

Ort: Florian-Waldeck-Saal, Museum Zeughaus C5, Mannheim

 

Eintritt 7 Euro, ermäßigt: 5 Euro (für Mitglieder)

 

HINWEIS: Exkursion nach Bingen am Sonntag darauf, 21. Mai, siehe unten!

 

Einladung zum Download: hier!

Einladung Das St. Rochus-Fest in Bingen oder Goethes Religion der Humanität
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Sonntag, 21. Mai 2017

Exkursion: Bingen, St. Rochusberg und -Kapelle mit Goethefelsen

 

Individuelle Anfahrt (Mitfahrmöglichkeiten können im Einzelfall vermittelt werden)

Bingen:

 

11.00 Uhr  Treffen der Teilnehmenden auf dem Parkplatz des Rochusbergs

 

11.15 Uhr  Führung von Pater Elmar Theisen in der St. Rochus-Kapelle und Besichtigung des  Außengeländes (Aussicht auf das Rhein- und Nahetal)

 

12.30 Mittagessen im Hildegard-Forum der Kreuzschwestern

 

14.00 Uhr Besichtigung der Goethe-Felsen am Rhein mit Erläuterungen

 

14.30 Uhr Ende des Programms und Möglichkeit zu weiteren Besichtigungen (Rüdesheim, Niederwalddenkmal, Seilbahn über den Reben, Schifffahrt, Hildegard von Bingen, etc.)

 

Anmeldung erforderlich unter info@goethe-mannheim.de oder  Tel. 0173 350 71 76

 

Detaillierter Ablauf und viele Zusatzinformationen hier zum Download!

Programm Exkursion nach Bingen am 21. Mai 2017
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Dienstag, 27. Juni 2017, 19 Uhr

Von Allah bis Zakāh   - Goethes lange spirituelle Reise in die Welt des Islams

Bismillah irrahman irrahim = Im Namen Gottes, des Barmherzigen und Gnädigen (sog. Basmala-Formel), Eigenhändige kalligraphische Schrift Goethes, ab 1814 (im Goethe- und Schillerarchiv), Foto: GGMA

Vortrag von Samet Er, Hannover

 

Im Jahre 1995 wurde ein islamisches Rechtsgutachten erlassen, in dem Goethe zum Muslim erklärt wurde. Dieser Erlass ist nicht ohne. Goethe las zweimal den Koran, bewunderte und kritisierte den islamischen Glauben. Warum sich Goethe, aber auch Rückert, Kant und Rilke, mit dem Islam beschäftigt haben und was wir heute davon lernen können, wird uns der Theologe und Goethekenner Samet Er aus Hannover berichten.

 

Samet Er ist beruflich als Deradikalisierungsberater in niedersächsischen Justizvollzugsanstalten unterwegs und forscht seit über sechs Jahren zu deutschen Poeten, Dichtern und Philosophen, die sich mit dem Islam oder Muslimen beschäftigt haben. Im Laufe dieser sechs Jahre hat er aufregende Beziehungen zum Islam entdeckt, die er mit uns teilen wird.

 

Ort: Museum Bassermannhaus, C4,9, Mannheim

Eintritt 7 Euro, ermäßigt: 5 Euro (für Mitglieder)

PRESSEBERICHT

Mannheimer Morgen 29.6.2017
Pressebericht zum Vortrag von Herrn Samet Er vom 27.6.2017
Mannheimer Morgen 29.6.2017.pdf
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Mittwoch, 20. September 2017, 18 Uhr

 

Mitgliedergespräch

 

 

Mitglieder und Vorstand führen in lockerer Runde Gespräche und tauschen sich aus, z. B. über das zukünftige Veranstaltungsprogramm und – wie immer – über die Relevanz Goethes heute. Hier können sich die Mitglieder aktiv einbringen.

 

Ort: Lounge von „Müllers“, Museumschiff Mannheim auf dem Neckar, an der Kurpfalzbrücke in Mannheim (bei gutem Wetter auch auf dem hinteren Freideck)

 

Eintritt frei (Verzehr Selbstzahler)

Dienstag, 21. November  2017, 19 Uhr

Charlotte von Stein (1742-1827) - Nicht nur Goethes Freundin

 

 

Kommentierte Lesung mit Bildern zu ihrem 275. Geburtstag von und mit Liselotte Homering, rem

 

Ort: Literaturforum Schillerhaus, B 5,7 Mannheim

 

Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro (u.a. für Mitglieder der Goethe-Gesellschaft Mannheim)

 

Wegen begrenzter Platzkapazität bitten wir um rechtzeitige Anmeldung unter Tel. 0621/293-3150

 

Charlotte von Stein, geborene von Schardt, wurde immer wieder eher über Goethe als über sich selbst als Mensch definiert. Dabei zählte sie zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Weimarer Gesellschaft Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts. Der herrschenden familiären Verpflichtung folgend, heiratete die 22 Jährige den herzoglichen Stallmeister von Sachsen-Weimar-Eisenach, Gottlob Ernst Josias Friedrich von Stein, dem sie in zehn Jahren sieben Kinder gebar (vier Mädchen starben, drei Jungen überlebten), Geburten, unter denen sie stets sehr litt. Charlotte von Stein war von 1758 an Hofdame der Herzogin Anna Amalia. 1775 lernte sie Goethe kennen, und über zehn Jahre verband sie eine tiefe Zuneigung und Liebe mit dem sieben Jahre jüngeren Dichter. Außer ihren Briefen an Goethe hat sich viel Korrespondenz erhalten, u.a. mit Carl Ludwig von Knebel, Charlotte Schiller oder auch mit ihrem Sohn und Goethe-Schützling Fritz von Stein. Sie schrieb mehrere Dramen, zeichnete gut und war überaus interessiert an Kunst, Literatur und Wissenschaften. Sie starb fast blind, kaum noch des Sprechens und des Hörens mächtig 84jährig in Weimar.

Dienstag, 12. Dezember 2017, 19 Uhr

Bibel, Sprache, Wahrhaftigkeit. Goethe und Luther

 

Vortrag von Dr. Heike Spies, Goethe-Museum Düsseldorf

 

Ort: Museum Bassermannhaus C4, 9, Mannheim

 

Eintritt 7 Euro, ermäßigt: 5 Euro (für Mitglieder)

 

Foto: Jens Bortloff

Ohne Zweifel gehören Martin Luther und Johann Wolfgang Goethe zu den großen Persönlichkeiten der Weltkultur. Charakter und Lebenswerk Martin Luthers, insbesondere seine Bibelübersetzung, haben den Protestanten und Dichter Goethe lebenslang begleitet.
Der Vortrag behandelt die vielfältige Bedeutung Luthers für Goethes Denken und die theologisch-literarische Auseinandersetzung im eigenen Werk. Der bibelfeste Jurastudent Goethe schätzte die Klarheit des lutherischen Ausdrucks, die Bildhaftigkeit, gerade in der Jugend die deftig-derbe Sprache des Theologen, dessen Schriften er kennt. Während dieser Zeit der Orientierung des eigenen Ich entwickelt sich besonderes Interesse an der innovativen Bedeutung des 16. Jahrhunderts. Zahlreiche Werke, wie „Götz von Berlichingen“, „Torquato Tasso“ und „Faust“ I und II wurzeln in dieser Epoche der Entdeckungen und beginnenden Selbstwahrnehmung des Menschen. Sprache ist Instrument der Verständigung, und die Macht des Wortes wird im Herzen erfahren.

Luthers Aussagen erhalten durch Goethes punktuelle Auseinandersetzung mit ihnen einen Vermittlungsimpuls in die Moderne.