Programm 2019

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Dienstag | 22. Januar | 19.00 Uhr

 

Dichter - Sammler - Netzwerker

Johann Wilhelm Ludwig Gleim als wichtige Persönlichkeit der Generation vor Goethe

 

Vortrag von Dr. Ulrike Pott, Halberstadt

 

in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen

 

Museum Zeughaus (Florian-Waldeck-Saal), C5, Mannheim

Eintritt: 7,- €/ermäßigt 5,- € (für Mitglieder)

 

 

 

Gleim 300: Im Jahr 2019 jährt sich der Geburtstag von Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) zum 300. Mal. In den 1740er Jahren ist er als anakreontischer Dichter berühmt geworden. Er lebte vorübergehend in der preußischen Metropole Berlin und war Teil der dortigen Geselligkeitskultur. Die letzten fast 55 Jahre seines Lebens verbrachte er in Halberstadt. Wie kaum ein anderer hat er über Generationen hinweg ein umfangreiches Freundschaftsnetz geknüpft. Er wirkte impulsgebend für zahlreiche Autoren und wurde zudem zum größten bürgerlichen Förderer junger Dichter im ausgehenden 18. Jahrhundert sowie zum Sammler seiner Zeit. Dr. Ute Pott, Direktorin des Gleimhauses in Halberstadt, stellt Leben und Werk Gleims vor und geht hierbei auch auf das spannungsreiche Verhältnis zu Goethe ein und darauf, was Goethe Gleim letztendlich zu verdanken hat.

 

Die Referentin ist Leiterin des Gleimhauses in Halberstadt.

 

Erläuterung: Das Gleimhaus -MUSEUM DER DEUTSCHEN AUFKLÄRUNG

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) am Halberstädter Dom. Es beherbergt den Nachlass Gleims mit seinen drei "B": Bilder, Bücher und Briefe. (Auszug aus www.gleimhaus.de)

 

 

 

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Dienstag | 26. März| 19.00 Uhr

 

"Der Todfeind aller Weimarischen Thätigkeit" - Goethe und Kotzebue

 

 

Vortrag von PD Dr. Julia Bohnengel, Heidelberg

 

In Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen

literaturforum Schillerhaus, B5,7,  Mannheim

Eintritt: 7,- €/ermäßigt 5,- € (für Mitglieder)

Wegen geringer Platzkapazität wird dringend um Anmeldung gebeten unter Tel. 0621/293-3150.

 

 

Kaum ein anderer zeitgenössischer Schriftsteller dürfte für Goethe eine solch unmittelbare Herausforderung dargestellt haben wie der 1761 in Weimar geborene August von Kotzebue: Mit seinen rund 230 erhaltenen Schauspielen, Rührstücken und Komödien war Kotzebue nicht nur der erfolgreichste Dramenautor seiner Zeit, er stritt auch vehement für eine der Weimarer Klassik diametral entgegengesetzte Kulturpolitik. Der Vortrag beleuchtet das ambivalente Verhältnis Goethes zu dem jüngeren Kollegen, dem er zwar „ausgezeichnetes Talent“, aber auch eine „gewisse Nullität“ attestierte.

 

 

 

 

 

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Montag| 8. April| 18 Uhr

 

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

 

Abendakademie Mannheim, Raum E 06

(Die Tagesordnung wird noch versandt)

 

 

anschließend um 19 Uhr

 

Goethe-Rezeption im Nationalsozialismus

 

Vortrag von Dr. Markus Wallenborn, Worms

 

Abendakademie Mannheim, Raum E 06

 

In Kooperation mit der Abendakademie Mannheim

 

Eintritt: 7,- €/ermäßigt 5,- € (für Mitglieder)

 

 

„Nenne mir, Deutscher, das deutsche Buch schlechthin, es ist der Faust. Nenne mir den deutschen Dichter, es ist Goethe.“ In diesen Worten Baldur von Schirachs aus dem Jahre 1937 spiegelt sich der Anspruch wider, den Klassiker Goethe der nationalsozialistischen ‚Kultur- und Erbepflege‘ dienstbar zu machen. Der krampfhafte Versuch, einen ‚völkischen Goethe‘ zu installieren, stieß jedoch auf Schwierigkeiten – die anachronistische und sinnentstellende Vereinnahmung Schillers als „erstem Nationalsozialisten“ (Hans Fabricius 1932) schien zunächst leichter zu gelingen als die Goethes. Diese Schwierigkeiten vor dem Hintergrund der Bedeutung aufzuzeigen, die die nationalsozialistischen Kulturideologen der Indienstnahme Goethes beimaßen, wird ebenso Gegenstand des Vortrags sein wie die pseudowissenschaftlichen Methoden, derer man sich bediente, um das >Problem Goethe< im Sinne der Machthaber propagandistisch zu lösen.

Einladung Vortrag 8.4.2019
Einladung Vortrag 8.4.2019.pdf
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Dienstag | 21. Mai| 19.00 Uhr

 

Was Goethe über Wagner gedacht haben würde und was Wagner über Goethe dachte

 

Vortrag von Prof. Drd. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer, München

 

In Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Richard-Wagner-Verband Mannheim

Museum Zeughaus (Florian-Waldeck-Saal), C5, Mannheim

Eintritt: 7 Euro (ermäßigt 5 Euro für Mitglieder)

 

 

Einladung:

Einladung Vortrag 21.5.2019
Einladung Vortrag Wagner Goethe 21.5.201[...]
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 | 26. Mai 2019| Beginn 11 Uhr,

 

Exkursion zum Schloss Herrnsheim, Worms

 

 

 

 

 

Dienstag | 25. Juni| 19.00 Uhr

 

Klassiker (wieder)entdecken

 

Geführte Rezitation von „Faust“ von Johann Wolfgang Goethe

 

von Sascha Koal und Denis Bode (Rezitation)

 

 

In Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen

D 5 Museum Weltkulturen, Anna-Reiß-Saal

Eintritt: 7,- €/ermäßigt 5,- € (für Mitglieder)

 

An diesem Abend stellt die Goethe-Gesellschaft Mannheim ein neues „Format“ vor: Der Schauspieler Denis Bode, 1994 in Berlin geboren und Absolvent der Mannheimer Theaterakademie, und Sascha Koal, Theaterleiter und Dramaturg des felina-Theaters Mannheim haben gemeinsam für die Gesellschaft eine Darstellungsweise entwickelt, nach der der junge Schauspieler Denis Bode aus dem Klassiker „Faust“ rezitiert und das Publikum gleichsam führend an die Hand nimmt. Die beiden Theatermänner setzen sich auf frische Weise mit dem Werk auseinander. Dieses Format wird danach in Schulklassen eingesetzt. Das Pilotprojekt wird zukünftig auch auf andere Klassiker wie Schillers „Wilhelm Tell“ oder Lessings „Nathan der Weise“ ausgeweitet, also Stücke, die im Deutsch-Unterricht der Schulen behandelt werden. Die Mannheimer Goethe-Gesellschaft hat sich von Anbeginn an vorgenommen, Menschen aller Lebensalter die Gelegenheit zu bieten, die „Klassiker“, eng am Originaltext entlang, neu oder auch wieder für sich zu entdecken

 

 

 

 

 

 

Klassiker (wieder)entdecken Geführte Rezitation aus Faust
Einladung Klassiker (wieder)entdecken 25[...]
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Dienstag | 24. September| 19.00 Uhr

 

Ästhetisches Vergnügen und psychologische Neugier - Schillers Interesse an Verbrechern

 

Vortrag von Prof. Dr. Udo Ebert, Jena

 

 

In Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen

Museum Zeughaus (Florian-Waldeck-Saal), C 5, Mannheim

Eintritt: 7,- €/ermäßigt 5,- € (für Mitglieder)

 

Die Brauchbarkeit großer Verbrecher als Dramenhelden hat Schiller in seinen theoretischen Schriften ästhetisch begründet. Erprobt hat er sie in Dramen wie Die Räuber und Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. Ganz anders, nämlich empirisch-psychologisch motiviert ist Schillers Interesse am Verbrecher in der Erzählung Der Verbrecher aus verlorener Ehre. Die darin entwickelten, modern anmutenden Ansichten über die Ursachen krimineller Karrieren führen den Autor Schiller zu zukunftsweisenden Forderungen hinsichtlich der Funktionsbestimmung und Ausgestaltung der Strafe.

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch| 23. Oktober| 18.00 Uhr bis 19.45 Uhr

 

Betrachtungen zu Anselm Feuerbachs Gemälde "Hafis vor der Schenke" aus Anlass des 200. Jahrestags des Erscheinens des "West-östlicher Divan"

 

Vortrag vor dem Gemälde von Prof. Dr. Jochen Hörsich,  Universität Mannheim

 

 

In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim

in der Dauerausstellung der Kunsthalle Mannheim

Eintritt: 5,- €

 

WICHTIGER HINWEIS Teilnehmerbegrenzung:

 

Da der Vortrag in der Ausstellung vor dem Gemälde stattfindet, ist aus organisatorischen Gründen die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf 25 Personen begrenzt.  Daher ist die Teilnahme nur nach Anmeldungsbestätigung möglich, bitte Bestätgung erbitten unter info@goethe-mannheim.de. Nur für Personen ohne E-Mail ist die telefonische Anmeldung möglich unter 0173 350 71 76.

 

INFORMATION: Es werden Ausstellungshocker ohne Lehne zur Verfügung gestellt, Stühle sind in der Ausstellung nicht verfügbar.

 

 

 

Der Islam genoss in Deutschland und Europa über lange Zeit ein hohes Ansehen. Goethes West-östlicher Divan legt davon beredt Zeugnis ab. Er huldigt dem Dichter Hafis und seiner Kunst, die immer auch Lebenskunst ist und diese feiert. Feuerbachs Gemälde setzt diese Lebens-Kunst wirkungsmächtig in Szene. Dabei lenkt sie das Augenmerk auf die Hände des Dichters. Damit greift sie ein Leitmotiv Goethes auf. Goethes gesamtes Werk ist eigentümlich auf Handmotive fokussiert. Diesen Zusammenhängen möchte der Vortrag nachgehen.