Dienstag, 12. März
18 Uhr
Bild: Elisabeth Catharina Goethe
von Georg Oswald May. Pastell Nr I/1
(C) Ursula Edelmann (Freies Deutsches Hochstift)
Ort:
Mittwoch, 27. März
18 Uhr
Beiläufig kommen kultur- und geistesgeschichtliche Aspekte zu den Medien Wasser, Wärme und Licht zur Sprache. Dazu werden etwa Jacob Grimms „Deutsche Mythologie“ oder auch J.W.v. Goethes Epos „Hermann und Dorothea“ herangezogen.
Ort:
Dienstag, 28. Mai
17 Uhr Mitglieder-versammlung
18 Uhr Aufführung:
"Wandrers Nachtlied" (s. dazu auch die Kurz-Info hier auf unserer Webseite)
Am Abend des 6. Septembers 1780 schrieb Goethe, von innerer Einkehr und der dämmernden Natur erfüllt, jene Zeilen an die Holzwand der Jagdaufseherhütte, welche wohl als sein berühmtestes Gedicht in die Geschichte eingehen sollten: "Wandrers Nachtlied".
Auf dieser poetischen Wanderung werden Monologe aus Faust II, Versatzstücke aus dem Ersten Buch der "Leiden des jungen Werthers", Zitate aus Goethes "Natur" und Eckermanns Gesprächen mit Goethe sowie viele Gedichte Goethes rezitiert und gesungen, die um die Themen Natur und Erkenntnis, Liebe, Nacht und Traum kreisen.
Die vielen sinnreichen Gedichte Goethes, die sich in nächtlichen Naturgefilden wiederfinden, allen voran und das ins Zentrum gesetzte "Wandrers Nachtlied" ziehen ein blaues leuchtendes Band durch den Abend. Goethes Gedichte sind zum größten Teil tiefgreifenden Erfahrungen geschuldet und stellen oft eine Reaktion auf seine persönlichen Erlebnisse oder deren Verarbeitung dar: "Und ... dasjenige, was mich erfreute oder quälte, oder sonst beschäftigte, in ein Bild, ein Gedicht zu verwandeln und darüber mit mir selbst abzuschließen, um ... mich im Innern ... zu beruhigen."* Ein starkes Gefühl wird zum lyrischen Ausdruck transformiert und somit bewahrt. Die Verallgemeinerung des Bedeutsamen schafft also Distanzierung und zugleich Befreiung. Zu betonen wäre, dass Goethes Erkenntnissuche nach "höheren Erfahrungen" immer in Verbindung mit seinen Betrachtungen über die Natur steht, Reflexionen, die noch heute relevant sind!
Ort:
Sonntag, 23. Juni
10 Uhr
Auf den Spuren Goethes im Rheingau:
Bingen und Oestrich-Winkel
Der St. Rochusberg in Bingen mit seiner gleichnamigen Kapelle war und ist bis heute Ort der jährlichen St. Rochus-Wallfahrt. 1814 hat Goethe daran teilge-nommen – also vor genau 210 Jahren – und 1817 wurde seine Schrift „Das St. Rochusfest zu Bingen“ erstmalig veröffentlicht. Wir besuchen den Original-schauplatz in einer atemberaubenden Landschaft. Anschließend sehen wir uns einige Felsen an, die Goethes Aufmerksamkeit beim Ersteigen des Rochusbergs auf sich gezogen haben.
Nach dem Ausflug auf den St. Rochusberg bringt uns der Bus ins Restaurant Schloss Vollrads in Oestrich-Winkel, wo Sie Gelegenheit zu einem gemeinsamen Mittagessen haben. Das Essen ist nicht im Preis inkludiert.
Das Brentano-Haus in Oestrich-Winkel gehört zu den Gedenkorten der deutschen Romantik. Sein berühmtester Gast, der Dichter Johann Wolfgang von Goethe, schrieb es als erster in die Literaturgeschichte ein. Es ist ein original erhaltener Schauplatz. Der Kult um das Haus wurde gestiftet von Schriftsteller:innen wie Bettine Brentano, verh. von Arnim (1785-1859) und eben Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832).
Nach der Führung lädt der Garten zum Lustwandeln ein. Sie können sich aber auch bei einem Getränk im Restaurant erfrischen, bevor wir die Rückfahrt nach Mannheim antreten.
Programm:
- 10 Uhr Abfahrt in Mannheim, Roonstr. / Ecke Kunsthalle
- 11.30 Uhr St. Rochusberg, Führung durch Dr. Jens Bortloff, 1. Vors. der Goethe-Gesellschaft Mannheim
- 12.30 Uhr Fahrt nach Oestrich-Winkel
- 13.15 Uhr Mittagspause im Restaurant Schloss Vollrads (nicht im Reisepreis eingeschlossen)
- Danach Weiterfahrt zum Brentano-Haus
- 15 Uhr Führung im Brentano-Haus in Oestrich-Winkel durch Angela Baronin von Brentano
- 16.30 Uhr Rückfahrt nach Mannheim
- 18 Uhr Ankunft in Mannheim
Leistungen:
• Fahrt im Reisebus der Firma Holger-Tours, Heddesheim
• Reisebegleitung der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar e.V.
• Führungen und Eintritt laut Programm
• Fähre von Bingen nach Rüdesheim
- 47,- € (für Mitglieder der Goethe-Gesellschaft) /
- 57,- € für Gäste
- Besondere Ermäßigung für Schüler und Studierende auf Anfrage
Bei Rücktritt nach dem 15.5.2024 werden 35,- € (Anteil Bus) nicht zurückerstattet.
Veranstalter im Sinne des Reisevertragsrechts: Holger-Tours GmbH, Unterdorfstr. 61, 68542 Heddesheim
Mittwoch, 28. August 15 Uhr
/ 18 Uhr

Das Foto stammt von der Fotokünstlerin Nicole Simon Photography, jede weitere Verwendung ist nur mit ihrer Zustimmung zulässig (https://nicolesimon.com/)
15.00 Uhr: Beginn am „Scherbenbrunnen“ gegenüber vom Rathaus E 5
- Begrüßung durch Dr. Jens Bortloff (Vorsitzender Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar) mit Erläuterungen zur Goethe-Bronzetafel am Scherbenbrunnen
- Grußwort der Stadt Mannheim: Bürgermeister Thorsten Riehle
- Grußwort der VR-Bank Rhein-Neckar: N. N.
- Kommentierte Lesung von kurzen Auszügen aus Goethes „Hermann und Dorothea“ (Helen Heberer und Jens Bortloff)
15.45 Uhr: Fortsetzung am Schillerplatz B 3 (fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen):
- Grußworte von Manfred Klenk und Kristin Wolz (Die Räuber ʼ77) mit kurzer Erläuterung zu Goethes und Schillers Xenien
- "Xenien" im Dialog: Helen Heberer und Raimund Gründler (LeseZeichen/Stadtbild)
- "Wir fragen, Goethe antwortet": Liselotte Homering und Gerlinde Kammer (Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar)
- Vortrag von Dr. Hanspeter Rings: Goethe und das kulturelle Leben in Mannheim. Mit Zitaten des Dichters zum „Lauf der Zeit“. Mit Helen Heberer, Rezitation. Anschließend noch geselliges Beisammensein bei Wasser und Wein. (Hinweis: Mit der Linie 2 kommen Sie von der direkt beim Scherbenbrunnen gelegenen Haltestelle Rathaus/REM fahrplanmäßig binnen 11 Minuten in die Neckarstadt, Ausstieg Bürgermeister-Fuchs-Straße; von dort sind es wenige Minuten fußläufig zum MARCHIVUM.)
Dienstag, 5. November
19 Uhr
- Band I gilt den Jahren zwischen 1805 und 1813/14,
- Band II der Zeit danach bis 1819 mit dem „West-östlichen Diwan“ als Zentrum;
- der abschließende Band III ist noch in Arbeit.
Reiner Wilds Darstellung geht davon aus, dass sich Goethes Lyrikverständnis nach 1805 grundlegend ändert, von der Lyrik des subjektiven Ausdrucks hin zum Gedicht als Medium der Kommunikation. Dies zeigt sich u.a. darin, dass er seine Gedichte mehrfach in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet und ebenso in der Bildung von Ensembles. In der Analyse der Gedichte und ihrer Entstehungs- und Verwendungszusammenhänge entsteht ein neues, aktuell-differenzierteres Bild von Goethes lyrischem Alterswerk.
Reiner Wild, em. Prof. für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Mannheim, u..a. Autor der Monographie „Goethes klassische Lyrik“ (1999) und Bandherausgeber der großen Münchner Goethe-Ausgabe (Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens).
Ort:
Dienstag, 19. November
18 Uhr
Jochen Hörisch, Seniorprofessor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim, plädiert für einen ambitionierten Dilettantismus ohne Scheu vor großen Fragen. Mit intellektueller Lust und stilistischer Prägnanz denkt er über die ausgetretenen Pfade althergebrachter Disziplinen hinweg und gelangt so zu Einsichten, die spezialisierten Geistern verwehrt bleiben. Sein neuestes Buch erschien im Mai 2024.










