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Donnerstag, 5. März 2026, 19 Uhr
Online.
ZOOM-Link zur Teilnahme am online-Gespräch:
https://us05web.zoom.us/j/89654892800?pwd=avsywRD4LYHtoz6viR7zRhtm4cf6o3.1
Eintritt : frei
Das Mitgliedergespräch ist ein Format exklusiv für Mitglieder, die sich hier begegnen und austauschen. Ein Mitglied kann zu Beginn einen Impuls geben in Form eines Kurzvortrags oder einer Kurzvorstellung eines Themas. Das Thema kann aktuell sein oder persönlich, z. B. eine Betrachtung, die sich durch Goethe-Lektüre ergeben hat oder ein Reisebericht mit Goethe-Bezug, hier gibt kaum Grenzen.
Das Mitgliedergespräch findet online oder in Präsenz statt. Das online-Mitgliedergespräch erweitert oft die Möglichkeit der Teilnahme für viele, das Präsenztreffen fördert besonders das persönliche Kennenlernen Gleichgesinnter.
Dienstag, 21. April, 19 Uhr
Cora Chilcott, Schauspielerin, Berlin
präsentiert Balladen von Goethe, Schiller, Herder, Bürger und Vertonungen von Franz Schubert
Schauspiel-Solo mit A-capella-Gesang
Ort:
Museum Peter & Traudel Engelhornhaus der Reiss-Engelhorn-Museen, C 4, 12 (Haupteingang Toulonplatz), Foyer Musikwelten
Eintritt.
8,- Euro (ermäßigt für Mitglieder 5,- Euro)
Das Wer kennt sie nicht, "Die Bürgschaft"? Da tut sich mit wenigen Verszeilen ein spannendes Drama auf, eine schreckliche Tragödie, eine mitreißende Kriminalgeschichte, kunstvoll sprachlich verdichtet, an keiner Stelle langweilig und doch ist sie eine Ballade von zwanzig Strophen. Dichter wie Schiller, Goethe, Bürger und Herder schufen jene Geschichten von treuen Freunden, unerschrockenen Helden und Fabelwesen. Seien Sie neugierig auf Balladen, Sagen und Parabeln in gespielter und gesungener Form!
Cora Chilcott, von 2001 - 2014 Schauspielerin am BERLINER ENSEMBLE, ist mit verschiedensten Schauspiel-Soli u.a. an der Berliner Volksbühne, zur Schillerwoche in Marbach, für die Goethe-Institute Lissabon, Riga, Stockholm, Oslo, zu den Kleist-Tagen in Sarajevo, zum 200. Geburtstag Georg Büchners in Darmstadt und Strasbourg sowie im Auftrag der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und der Klassik Stiftung Weimar aufgetreten. Ihr Hörbuch „Erlkönigs Tochter - sagenhafte Balladen und schaurige Lieder“ ist vom Hessischen Rundfunk (hr2-Hörbuchbestenliste) ausgezeichnet worden
7. Mai, 19.30 Uhr
Vortrag von Liselotte Homering,
2. Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar
Ort:
Evangelisches Gemeindezentrum, Johannes-Hoffart-Straße 1, Mannheim-Neuhermsheim
Eintritt frei.
Sie war eine eigenständige Persönlichkeit, die nicht nur als Johann Wolfgang von Goethes Mutter eher anekdotenhaft in die Geschichte eingegangen ist. Bemerkenswert: Die immerhin bereits 50-Jährige, mit vielen intellektuellen Fähigkeiten begabt, begann nach dem Tod ihres Mannes eine Art zweites Leben, das nicht mehr von Haushalt, Mutterschaft und Gehorsam gegen den Ehemann, sondern durch die ge-schickte Sorge um ihr eigenes Dasein geprägt war, ohne in Egoismus gegenüber andere umzu-schlagen.
Das Mannheimer Elisabeth-Gymnasium ist übrigens nach Goethes Mutter benannt.
27. April, 18 Uhr
Einführungsveranstaltung zur Exkursion nach Marbach
(siehe dazu unten):
Friedrich Schiller (1759-1805)
Sein Leben auf einer Reise zu den Marbacher und anderen Schillerstätten
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Mannheimer Abendakademie
Vortrag von Liselotte Homering,
2. Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar
Ort:
Abendakademie Mannheim, U 1, 16-19, Raum 6 (EG)
Eintritt frei.
1. Oktober, 18 Uhr
"Warum sich weiterlesen lohnt! -
Buchvorstellung und Gespräch
mit dem Autor Dr. Thomas Groß sowie
Prof. Dr. Jochen Hörisch
Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen
Ort:
Reiss-Engelhorn-Museen, C5, Museum Zeughaus, Florian-Waldeck-Saal, Mannheim
Eintritt frei. Büchertisch und Signiermöglichkeit.
Von literarischen Klassikern sprechen wir noch heute mit gutem Grund. Über die Bedeutung eines Kanon der Literatur diskutieren der emeritierte Germanistikprofessor Jochen Hörisch und der Kulturjournalist Thomas Groß, der kürzlich sein Buch "Warum sich Weiterlesen lohnt" veröffentlicht hat. Dieses wird er vorstellen und anschließend mit Jochen Hörisch diskutieren: Warum also lohnt sich noch heute die Lektüre von Kleist, Hölderlin und natürlich: Goethe? Und was droht verloren zu gehen, wenn das Lesen nicht mehr selbstverständlich ist?
Dank des Büchertischs der Verlegerin, Alexandra Beilhartz, die auch ein Grußwort spricht, können Exemplare des Buchs am Abend erworben werden. Signiermöglichkeit beim Autor.
Dr. Thomas Groß promovierte nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte mit einer Arbeit über Heinrich von Kleist. Er war Lehrbeauftragter, schrieb für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen und arbeitet seit 1998 hauptberuflich als Kulturredakteur beim „Mannheimer Morgen“.
Prof. Jochen Hörisch war von 1988 bis 2018 Ordinarius für Neuere Germanistik/Medienanalyse an der Universität Mannheim und ist Gründungsmitglied der Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar e.V. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. auch über Goethe.
Samstag, 10. Oktober, 11 Uhr
Auf den Spuren Schillers in Oggersheim.
Besuch des Schillerhauses, inkl. Führung
mit individueller Anreise (s.u.)
in Zusammenarbeit mit der Abendakademie Mannheim
TEILNAHMEBEITRAG:
Mitglieder: 5 Euro
Nichtmitglieder: 10 Euro
Die Bezahlung erfolgt in bar am 10.10.2026 (bitte passend)
ANMELDUNG:
Mitglieder und deren Begleitungen melden sich hier über die Goethe-Gesellschaft Mannheim Rhein-Neckar an.
Nichtmitglieder (also keine Begleitungen von angemeldeten Mitgliedern) melden sich nur hier über die Abendakamemie an.
ZEIT:
10.45 Treffpunkt: Schillerhaus, Schillerstraße 6, Ludwigshafen-Oggersheim.
11 Uhr Beginn
"Willst du immer weiter schweifen? Sieh' das Gute liegt so nah", so schrieb Goethe in seinem Gedicht "Erinnerung".
Das Schillerhaus in Ludwigshafen-Oggersheim spielte eine zwar kurze, aber gewichtige Rolle in Friedrich Schillers Biographie. Im Gasthaus "Zum Viehhof" wohnten Friedrich Schiller und sein Freund, der Musiker Andreas Streicher, vom 13. Oktober bis zum 30. November 1782. Nach dem sensationellen Erfolg der Uraufführung seines ersten Dramas, "Die Räuber", am 13. Januar 1782 im Mannheimer Nationaltheater, seiner Rückkehr nach Stuttgart, dem Schreibverbot durch seinen Landesherrn, Herzog Carl Eugen von Württemberg, seiner Flucht in die Kurpfalz, der verpatzten Lesung aus der "Verschwörung des Fiesko zu Genua" in Mannheim und auch aufgrund seiner prekären finanziellen Situation flüchtete er sich quasi auf den Beobachtungsposten außerhalb Mannheims, um sich von dort aus erneut um seine erhoffte Stellung als Theaterdichter an der Mannheimer Bühne zu bemühen. Zwar seinerzeit noch vergeblich, aber das "Oggersheimer Interim" wurde doch von einiger Bedeutung für seine weitere Entwicklung. Hier überarbeitete er seinen "Fiesko" und schrieb an seinem bürgerlichen Schauspiel "Luise Miller" (später "Kabale und Liebe").
Seit Februar 2024 strahlt das heute noch vorhandene, veritable Schillerhaus im Innenbereich in neuem Glanz und überzeugt mit einer kleinen, aber sehr feinen neuen Ausstellung zu Schillers Leben.
Diese stellt uns die Direktorin des Ludwigshafener Stadtmuseums und "Macherin" dieser Neugestaltung, Dr. Regina Heilmann, persönlich vor.
Es schließt sich ein gemeinsames Mittagessen in "Mayers Brauhaus" direkt neben dem Schillerhaus an (Selbstzahler).
Im Anschluss daran besteht Gelegenheit, gemeinsam die berühmte Oggersheiner Wallfahrtskirche zu besichtigen, die Kurfürstin Elisabeth Auguste nach Plänen des Architekten Peter Anton Verschaffelt in "ihrer" Residenzstadt errichten ließ.
(Kleinere Programmänderungen vorbehalten)
10. November, 18 Uhr
"Goethe im Quadrat" Folge 3: in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Schmitt&Hahn, Kunststraße, N2,8 in Mannheim:
"Im Schatten des Vaters - August von Goethe." -
Vortrag und Lesung (mit Bildern)
von Prof. Dr. Stephan Oswald
in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen
Ort:
Reiss-Engelhorn-Museen, C4, 12, Peter- und Traudl-Engelhornhaus, Mannheim
Forum Musik-Welten
Eintritt 8 Euro. Für Mitglieder Goethe-Gesellschaft Mannhein Rhein-Neckar 5 Euro. Büchertisch und Signiermöglichkeit.
August von Goethe ist wohl der berühmteste Sohn der deutschen Literaturgeschichte. Stephan Oswald erzählt Augusts bewegte Lebensgeschichte erstmals aus dessen eigener Perspektive. Gestützt auf zahlreiche unbekannte Quellen, macht er einen ganz anderen Menschen sichtbar und eröffnet zugleich einen intimen Einblick in das Leben am Frauenplan und die Verhältnisse im klassischen Weimar.
Was weiß man über August von Goethe? Dass er ein Alkoholproblem hatte, ist bekannt und soll zu seinem frühen Tod geführt haben. Überhaupt soll er seinem Namen wenig Ehre gemacht haben. Doch August stieg nach seinem Jurastudium rasch in der herzoglichen Verwaltung Weimars auf und wurde mit gerade mal 34 Jahren zum Geheimen Kammerrat ernannt. Er gehörte dem Hof an, heiratete eine Frau aus altem Adel und war ein angesehenes Mitglied der Weimarer Gesellschaft. Wie Stephan Oswald entdeckt hat, unternahm er eigene literarische Versuche – die erhaltenen Fragmente werden hier erstmals veröffentlicht. Wahr ist allerdings auch, dass sein Vater ihn mehr und mehr zu seinem Faktotum machte, zum Assistenten in allen möglichen Angelegenheiten. Stephan Oswalds einfühlsame und lebendig geschriebene Biographie zeigt, in welchem Maße der Schatten des Vaters auf August lastete und seiner Entfaltung enge Grenzen setzte. Hier liegt die ganze Tragik dieses Lebens. (Auszug aus der Buchvorstellung des Beck-Verlags, in dem das Buch erschienen ist)





